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Jahresrechnung 2016: Einmaleffekt sorgt für Rekordergebnis

Die Jahresrechnung 2016 schliesst dank einem Einmaleffekt bei den Gewinnsteuern juristischer Personen aus den Vorjahren mit einem rekordhohen Ertragsüberschuss von 20 Mio. Franken ab. Die Nettoinvestitionen erreichen 34.02 Mio. Franken, der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 80 %.

Die Stadt Schlieren profitiert von einmalig hohen Gewinnsteuereinnahmen juristischer Personen. Einem Aufwand von 156.57 Mio. Franken steht ein Ertrag von 176.58 Mio. Franken gegenüber. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 0.196 Mio. Franken. Zum erfreulichen Ergebnis von 19.999 Mio. Franken trugen insbesondere die Gewinnsteuern juristischer Personen aus früheren Jahren (13.383 Mio. Franken) sowie dem Rechnungsjahr (1.722 Mio. Franken) bei. Des Weiteren fielen die aktiven Steuerausscheidungen von Gewinnsteuern juristischer Personen (2.416 Mio. Franken) und die Quellensteuern (1.062 Mio. Franken) höher aus als erwartet. Geringere Zinsaufwendungen für das Fremdkapital (0.578 Mio. Franken), der Wegfall der Kleinkinderbetreuungsbeiträge (0.685 Mio. Franken) sowie ein tieferer Sachaufwand ohne Gaseinkauf (1.678 Mio. Franken) wirkten sich darüber hinaus positiv auf den Rechnungsabschluss aus. Aufgrund des Beschlusses des Gemeindeparlaments vom 14. November 2016 wurde auf die Bildung von Werterhaltungs- und Erneuerungsreserven für Anlagen des Verwaltungsvermögens und Finanzvermögens verzichtet (1.978 Mio. Franken).

Negative Abweichungen gegenüber dem Budget 2016 sind bei der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe (0.726 Mio. Franken) und den Pflegeinstitutionen (0.279 Mio. Franken) sowie den Defiziten der Pflegeinstitutionen angefallen. Die Kleinkinderbetreuungsbeiträge, die nicht mehr geleistet werden, schlagen sich nun teilweise in der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe nieder. Ausserdem fielen höhere Ausgaben an aufgrund der höheren Zuweisungsquote im Asylbereich (0.343 Mio. Franken) sowie ausserplanmässige Abschreibungen auf Anlagen des Verwaltungsvermögens (0.435 Mio. Franken). Diese Abschreibungen basieren auf Werthaltigkeitsprüfungen (Bsp. Skaterpark, Schulraum Theodosianum und International School Zurich West ISZW, Projektierung Pflegewohnung Mühleacker). Die Grundstückgewinnsteuern fielen um 0.989 Mio. Franken tiefer aus als budgetiert. Ausserdem konnten Gewinne von rund 2.440 Mio. Franken aus Verkäufen von Grundstücken noch nicht realisiert werden (Bsp. Parzellen Zelgliweg, Limmatstrasse 10, Sägestrasse Restparzellen).

Steuerkraft pro Einwohner übersteigt erstmals das Kantonsmittel
Der Anteil juristischer Personen am Steuerertrag (Rechnungsjahr sowie Vorjahre) stieg im Jahr 2016 erneut an und führt zu einer (provisorischen) Steuerkraft von 3'755 Franken pro Einwohner (Vorjahr definitiv 2‘781 Franken). Der einfache Staatssteuerertrag stieg um rund 8.7 % und erreichte einen Rekordwert von 43.252 Mio. Franken. Die Steuerkraft übersteigt damit voraussichtlich erstmals das für den Ressourcenzuschuss massgebende Kantonsmittel.

Anhaltend hohe Investitionstätigkeit führt zu Neuverschuldung
Die Nettoinvestitionen in das Verwaltungsvermögen beliefen sich auf 34.02 Mio. Franken (Budget 46.969 Mio. Franken). Der Neubau der Schulanlage Reitmen schlug mit rund 20.247 Mio. Franken zu Buche, der Neubau der Asylunterkunft mit 2.210 Mio. Franken, die Verlängerung der Goldschlägistrasse mit 1.644 Mio. Franken und die Erweiterung des Werkhofs und der Wertstoffsammelstelle mit 1.546 Mio. Franken. Die Realisierungsquote der Investitionsrechnung liegt bei rund 72 %. Die Selbstfinanzierung in Höhe von 27.104 Mio. Franken ermöglichte einen Selbstfinanzierungsgrad von 80 %. Die Nettoschuld pro Einwohnerin und Einwohner erhöhte sich dadurch auf 1‘453 Franken (Vorjahr 1‘218 Franken).

Neue Rechnungslegung HRM2
Die Stadt Schlieren schliesst die Jahresrechnung 2016 zum ersten Mal nach dem Harmonisierten Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2) ab. Die Umstellung der Rechnungslegung hat dazu geführt, dass das Verwaltungsvermögen neu bewertet wurde und eine lineare Abschreibungspraxis angewandt wird. Mehrjahresvergleiche von Kennzahlen, insbesondere mit Bezug zur Bilanz sind unter Berücksichtigung dieser Änderungen vorzunehmen. Das zweckfreie Eigenkapital (Bilanzüberschüsse und Reserven) beträgt nach Verbuchung des Ertragsüberschusses 119.864 Mio. Franken, wobei in diesem Wert insbesondere die Aufwertungsreserven des Steuerhaushaltes (Einführung HRM2) von 55.232 Mio. Franken enthalten sind.

Ausblick
Der gute Jahresabschluss darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der mittel- bis langfristig ausgeglichene Finanzhaushalt von kurzer Dauer ist. Die ausserordentlich hohen Steuereinnahmen sind einmaliger Natur und führen aufgrund der Mechanismen des kantonalen Finanzausgleichs dazu, dass der Ressourcenausgleich in zwei Jahren entfällt. Das hat zur Folge, dass im Budget 2018 mit einem zweistelligen Millionendefizit zu rechnen ist. Zudem wird die aktuelle Finanzplanung durch eine hohe Investitionstätigkeit sowie strukturelle Defizite belastet. Der Stadtrat ist sich dieser finanziellen Entwicklung bewusst und hat deshalb im Rahmen einer umsichtigen Finanzpolitik eine Finanzstrategie verabschiedet und die Erarbeitung eines Entlastungsprogramms in Auftrag gegeben.

Die detaillierte Jahresrechnung 2016 finden Sie hier...

Datum der Neuigkeit 23. März 2017

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